The Slayer
Kay ist eine erfolgreiche Malerin, die ausgelöst durch wiederkehrende Alpträume, ihren Stil in Richtung Surrealität änderte, da sie malt, was sie in der Nacht sieht. Ihr Umfeld ist absolut davon überzeugt, dass sie dringend Urlaub benötigt, um zu entspannen, damit sie ihre dunklen Träume verliert. Sie ist davon irgendwie wenig begeistert, lässt sich aber überzeugen per Klein-Flugzeug auf eine einsame Insel zu fliegen. Neben ihrem Freund, sind auch noch ihr Bruder mit seiner Frau dabei. Doch kurz nach der Ankunft bleibt sie wie versteinert vor einem leerstehenden Gebäude stehen. Von diesem Gemäuer hatte sie geträumt und es auch gemalt, allerdings hatte sie genau in diesem Traum deutlich schrecklichere Dinge gesehen. Schon bald wird die Gruppe kleiner…………
Diese kleine, weitestgehend unbekannte Perle, des Horrorfilms der 80er Jahre, führt irgendwie ein Schattendasein. Dabei ist er für Freunde des subtilen, aber niedrig budgetierten Horrors ein kleiner Leckerbissen. Er wird irgendwie als Slasher gesehen, aber irgendwie mag das nicht so richtig passen. Vielleicht Mysthik-Slasher, oder doch eben einfach ein Horrorfilm? Bemerkenswert ist in jedem Fall die Atmosphäre des Films, die sich sehr gemächlich aber auch ungemein bedrohlich anfühlt. Andere Quellen sprechen aber auch von langweilig, was wahrscheinlich einfach mit persönlichen Vorlieben verknüpft ist. Ich mag latente Unruhe innerhalb der Ruhe, die wenig greifbar, aber dafür spürbar ist. Dies ist Regisseur J.S Cardone direkt in seinem Erstlinkswerk hervorragend gelungen. Irgendwie wirkt der Film auch dadurch eher wie ein Nachrücker aus den 70ern und weniger wie ein Slasher der 80er. Dies ist einmal der Kameraarbeit zuzuschreiben aber auch der Musik, die eher klassische Instrumentierung verwendet, statt einem Synthie-Score. Die unbekannten Darsteller machen ihre Sache zudem sehr ordentlich, weshalb auch hier klar wird, dass wir es mit keinem Teenie-Slasher zu tun haben, auch wenn die manchmal recht garstigen Morde dann dennoch ins Genre wechseln. Im Fokus bleiben aber Kay und ihre Träume, was eben zu dieser unheimlichen Stimmung führt, die allerdings auch durch die Insel selbst, die verlassenen Gebäude und die ständigen Gewitter und Stürme in der Nacht entsteht. Natürlich muss ich bei „The Slayer“ trotz der lobenden Worte mit anfügen, das es jetzt kein Meisterwerk sondergleichen ist, sondern eben ein Horrorfilm mit niedrigem Budget und genau als das betrachte ich ihn und dafür hat er für mich mehr erreicht als viele namhaftere Vertreter seiner Zunft. Für Freunde des 70er und 80er Horrorfilms durchaus einen Blick wert, sofern man ein Faible für eine subtile und atmosphärische Erzählweise besitzt.