Bait - Haie im Supermarkt
Ein Tsunami an der australischen Küste lässt gigantische Wassermassen auf eine Kleinstadt los. Da er völlig überraschend kam, traf er auch die Kunden eines Supermarkts, was viele Tote aber auch ein paar Überlebende zur Folge hatte. Allerdings kam nicht nur Wasser ins Gebäude, sondern auch zwei weiße Haie, die sich in ungewohnter Umgebung auch nicht sehr freundlich verhalten.
Mit dem deutschen Zusatztitel „Haie im Supermarkt“ ging ich von einem grottenschlechten, saudoofen Film aus. Durch 3D und den Preis von 1,99, wurde ich dennoch angelockt, um einen Blick zu riskieren. Dieser hat sich aus verschiedenen Gründen gelohnt. Erstmal war die technische Seite irritierend gut. 3D war wirklich stark und machte richtig viel Spaß. Eine tolle Tiefe und auch ein paar Pop-Outs waren sehr ansehnlich und verschafften dem Film eine angenehme Atmosphäre. Dazu ein brachialer Surround-Ton, der dann zusätzlich für eine großartige Kulisse sorgt. Aber die beste Technik nützt auch nichts, wenn der Film mies ist, aber selbst das ist hier nicht der Fall. Ich war wirklich positiv überrascht. Das lag daran, dass man das Szenario schon irgendwie ernst meinte und dadurch für richtige Spannung sorgt. Natürlich darf man den Film dennoch nicht nach logischen Gesichtspunkten betrachten, da man selbstverständlich ein Dutzend Gründe findet, warum das Geschehen, so nicht passieren kann. Wenn man dies aber verschmerzen kann, gibt es richtig Spannung und auch die Effekte passen. Ein wenig Humor ist ebenfalls dabei und auch die Charaktere waren absolut in Ordnung. Ein guter Film für Zwischendurch, der nicht den Anspruch hatte, der beste Hai-Horror aller Zeiten zu sein aber trotzdem den Anspruch hatte, ein spannender und ansehnlicher Film zu werden und das ist ihm einfach gelungen.