George Lucas
Walk of Fame
Review
DAS WEISSE BAND
Film:
Der ehemalige Lehrer eines kleinen Dorfes erinnert sich an die seltsamen Ereignisse in der Zeit kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges. Als der Arzt sich bei einem Anschlag auf sein Pferd das Schlüsselbein bricht, ein kleiner Junge gefesselt und von Schlägen misshandelt aufgefunden wird, die Kohlköpfe auf einem Feld abgeschlagen werden und eine seiner Schülerinnen von einem noch schändlicheren Anschlag auf einen behinderten Mitschüler berichtet, geht er den Ereignissen auf den Grund. Während seiner Recherchen zieht er sich den Zorn des Pfarrers zu.
Dieser sehr ruhig und wenig spektakulär erzählte Film nimmt sich sehr viel Zeit für die Protagonisten. Das Dorfleben wird sehr ausführlich beleuchtet. Ebenso die Ängste und die Vorurteile der Landbevölkerung. Die Oscarnominierung geht völlig in Ordnung, ebenso ist es nachvollziehbar, dass DAS WEISSE BAND die Auszeichnung als bester Ausländischer Film nicht erhalten hat, weil der Erzählfluss doch sehr zäh wirkt. Dies ist kein Gute-Laune-Film, zu negativ werden die einzelnen Charaktere dargestellt. Aber genau das ist gewollt und macht die Stimmung im Film aus. Nur selten habe ich derartig glaubwürdig agierende Schauspieler erlebt, die bis in die Nebenrollen mit authentisch wirkenden Charakteren besetzt sind.
8/10 Punkte
Bild:
Der 1,85:1 Schwarz/Weiß-Transfer überzeugt mit einer perfekten Bildschärfe. Wenn der Lehrer mit seinem ausgeliehenen Einspänner durch das sonnendurchflutete Dorf fährt ist jedes Detail an der Kutsche erkennbar. Dank des überragenden Kontrastes tritt die Kutsche schon fast dreidimensional aus der Leinwand heraus. Auch die gleißend hellen Schneelandschaften überstrahlen nicht, sondern lassen feinste Abstufungen im Weiß erkennen. Die Nachtaufnahmen und zahlreichen dunklen Innenaufnahmen sind gut durchgezeichnet. In nur ganz wenigen Szenen (z.B. der nächtlichen Suche im Wald nach dem Jungen) ist stärkeres Bildrauschen erkennbar.
9/10 Punkte
Ton:
Der dialoglastige DTS-HD MA 5.1 Sound bietet nur vereinzelnd schöne Umgebungsgeräusche. Vogelzwitscher, das Rauschen eines Baches, der Chor in der Kirche, das Knarzen der morschen Holzdielen werden vorbildlich im Raum verteilt. Ansonsten spielt sich das Geschehen weitestgehend auf dem Center ab. Weder im Vor- noch im Abspann erklingt Musik. Ebenso glänzt der Film nahezu durchgängig mit der Abwesenheit eines Music-Scores. Während der Subwoofer ausgeschaltet bleiben kann, ist die Sprachverständlichkeit auszgezeichnet und passt die Stimmen liebevoll und realistisch an die jeweilige Umgebung an. Entgegen der Coverangabe ist kein Dolby Digital Ton vorhanden.
6/10 Punkte
Fazit:
Dieser Film ist durchweg schwere Kost. Die langatmige Geschichte ist intelligent erzählt und beleuchtet Landleben und Bevölkerung sehr intensiv. Nur langsam baut sich sowas wie Spannung auf, die zum Schluss leider ins Leere läuft. Die Bildqualität ist weitgehend perfekt, der frontlastige Ton unterstreicht die triste Stimmung im Dorf durch die konsequente Abwesenheit von Musik.
Kein Film für eben mal so "Zwischendurch".
DAS WEISSE BAND
Film:
Der ehemalige Lehrer eines kleinen Dorfes erinnert sich an die seltsamen Ereignisse in der Zeit kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges. Als der Arzt sich bei einem Anschlag auf sein Pferd das Schlüsselbein bricht, ein kleiner Junge gefesselt und von Schlägen misshandelt aufgefunden wird, die Kohlköpfe auf einem Feld abgeschlagen werden und eine seiner Schülerinnen von einem noch schändlicheren Anschlag auf einen behinderten Mitschüler berichtet, geht er den Ereignissen auf den Grund. Während seiner Recherchen zieht er sich den Zorn des Pfarrers zu.
Dieser sehr ruhig und wenig spektakulär erzählte Film nimmt sich sehr viel Zeit für die Protagonisten. Das Dorfleben wird sehr ausführlich beleuchtet. Ebenso die Ängste und die Vorurteile der Landbevölkerung. Die Oscarnominierung geht völlig in Ordnung, ebenso ist es nachvollziehbar, dass DAS WEISSE BAND die Auszeichnung als bester Ausländischer Film nicht erhalten hat, weil der Erzählfluss doch sehr zäh wirkt. Dies ist kein Gute-Laune-Film, zu negativ werden die einzelnen Charaktere dargestellt. Aber genau das ist gewollt und macht die Stimmung im Film aus. Nur selten habe ich derartig glaubwürdig agierende Schauspieler erlebt, die bis in die Nebenrollen mit authentisch wirkenden Charakteren besetzt sind.
8/10 Punkte
Bild:
Der 1,85:1 Schwarz/Weiß-Transfer überzeugt mit einer perfekten Bildschärfe. Wenn der Lehrer mit seinem ausgeliehenen Einspänner durch das sonnendurchflutete Dorf fährt ist jedes Detail an der Kutsche erkennbar. Dank des überragenden Kontrastes tritt die Kutsche schon fast dreidimensional aus der Leinwand heraus. Auch die gleißend hellen Schneelandschaften überstrahlen nicht, sondern lassen feinste Abstufungen im Weiß erkennen. Die Nachtaufnahmen und zahlreichen dunklen Innenaufnahmen sind gut durchgezeichnet. In nur ganz wenigen Szenen (z.B. der nächtlichen Suche im Wald nach dem Jungen) ist stärkeres Bildrauschen erkennbar.
9/10 Punkte
Ton:
Der dialoglastige DTS-HD MA 5.1 Sound bietet nur vereinzelnd schöne Umgebungsgeräusche. Vogelzwitscher, das Rauschen eines Baches, der Chor in der Kirche, das Knarzen der morschen Holzdielen werden vorbildlich im Raum verteilt. Ansonsten spielt sich das Geschehen weitestgehend auf dem Center ab. Weder im Vor- noch im Abspann erklingt Musik. Ebenso glänzt der Film nahezu durchgängig mit der Abwesenheit eines Music-Scores. Während der Subwoofer ausgeschaltet bleiben kann, ist die Sprachverständlichkeit auszgezeichnet und passt die Stimmen liebevoll und realistisch an die jeweilige Umgebung an. Entgegen der Coverangabe ist kein Dolby Digital Ton vorhanden.
6/10 Punkte
Fazit:
Dieser Film ist durchweg schwere Kost. Die langatmige Geschichte ist intelligent erzählt und beleuchtet Landleben und Bevölkerung sehr intensiv. Nur langsam baut sich sowas wie Spannung auf, die zum Schluss leider ins Leere läuft. Die Bildqualität ist weitgehend perfekt, der frontlastige Ton unterstreicht die triste Stimmung im Dorf durch die konsequente Abwesenheit von Musik.
Kein Film für eben mal so "Zwischendurch".